Entenmotor verreckt

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Entenmotor verreckt

Beitragvon culrich » Samstag 30. Januar 2010, 22:37

Sch.....

Heute nach 12000 km den Vergaser mit Dichtungen versehen und ne Probefahrt gemacht. Na 10km ein hohes Motorgeräusch, ich sofort die Kupplung getreten und der Motor direkt aus, und das auf der Autobahn. Rechts ran und dann auf nen Rastplatz geschoben. Motor dreht feuert aber nicht an. So nen Sch...

Von meinem Schrauberling abgeschleppt, so leise bin ich noch nie hinter nem BMW hergefahren und dann in die Halle.
:traurig: Hatte schon mal mit der Kurbel gedreht und das Gefühl, dass ein ZÜlinder keine Kompression hat. Kompressionstest. rechts 4 bar, links 7. So nen Scheiß und das bei dem Wetter. Zündfunken da, Kerzen an ihrem Platz, genug Öl ... nix klappt. Zündkerze rechts raus, kein Ruß rechts raus ein wenig Ruß. Was sagt mir das jetzt??

Keine Zeit für Fehlersuche, da ich morgen wieder nach DD muss.

Ein sehr sehr netter Entenkollege aus dem Bergischen hat mir direkt nen Motor gestiftet, ich also hin und ihn geholt. 30-50 cm Schnee und ich bleib mit meinem Franzosen fast stecken. Morgen geht´s ans einbauen in der Hoffnung das es klappt. Mal sehen was passiert.

An dem Vergaser kann das ja wohl nicht liegen, oder? Hab ja nur die Welle von ner Drosselklappe gewechselt, da ne Feder gebrochen war und ich die nicht ohne Wellenwechsel abbekommen hab, dann war auch die Unterdruckdose defekt( das Gummi) und auch die hab ich kurzerhand von nem Spender Vergaser genommen. All das verursacht doch keinen Motorschaden.
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon icemann » Samstag 30. Januar 2010, 22:47

hast du alle schrauben der drosselklappe wieder richtig fest gemacht ????
die sind entweder verklebt oder verstemmt.

würde erst mal nur den vergaser wechseln und dann notfalls an den motorwechsel gehen

ferndiagnose ist halt immer schlecht, mann / frau müßte das entchen sehen.

denke wenn der motor ok ist und du fit bist ist das teil inclusive einer inspektion bis sonntag abend gewechselt, jenachdem wie du dir den motor vorher ansiehst und wie gut er ist.

schau dir gleich mal die kupplung und die simmeringe an, wenn du ihn schon draußen hast. ich mache es jedenfalls vorher, auch einen kompressionstest. das spart dem alten mann manchmal die doppelte arbeit.


denke du kennst dich aber da schon gut genug aus und weißt was du machen muß.

drücke dir die daumen.

hatte die tage auch so einen not OP, der kunde hat seine garage freigemacht und einen heizlüfter an meine beine gestellt , damit ich nicht zu ICE geworden bin.

hatte mich aber gut vorbereitet und lange warme moppedunterwäsche und genügend warme andere kleidung angezogen.
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon culrich » Samstag 30. Januar 2010, 22:54

Danke Iceman,

werd aber den Motor wechseln, dass geht schneller. Der Vergaser funzt ohne Probleme, die Ente lief ja bis dahin auch ne halbe Stunde.

Drosselklappen waren alle richtig fest und schlossen auch richtig. Benzin wurd auch gefördert. Zyklinderkopf und Zylinder habe ich ja abgenommen. Die sahen soweit grob optisch blande aus, nur is keine Kompression da. Selbst die Kolbenringe waren nicht gebrochen.

Mir fällt nix ein, und zur Fehlersuche hab ich momentan keine Zeit. Morgen gegen 10 geht´s weiter und da bleibt nur Motor wechseln, den anderen beiseite stellen und im Urlaub nach dem Fehler suchen. Jetzt gibt´s nen A06/664, den Bleifrei-Motor. Mal sehen wie der sich so fährt.

Aber ich wüßt schon gerne wodran das liegt.
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon Ente68 » Samstag 30. Januar 2010, 23:04

Eventuell ist ein Kopf nicht richtig angezogen? Das könnte zumindest den Kompressionsunterschied erklären.
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon culrich » Samstag 30. Januar 2010, 23:10

Doch hab ich, sogar nach Schema und mit nem Drehmomentschlüssel. Den Kompressionstest hatte ich ja auch vorher gemacht bevor ich den Kopf runter genommen hab und davor war der Kopf wohl mindestens 10-20 Jahre drauf. Trotzdem Danke für den Tip
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon Birne » Samstag 30. Januar 2010, 23:30

Wenn die Kompression so unterschiedlich ist, tippe ich eher auf den Motor als auf den Vergaser, zumal der eine Zylinder räuchert, ich nehme an, dass es der mit der niedrigen Kompression ist? Vielleicht sind die Kolbenringe gebrochen oder der Kolben hat ein Loch, es kann aber auch ein Ventil sein.

Auf die Schnelle hilft nur, den Motor zu wechseln. Wie lange ruht denn der Motor, den du bekommen hast schon und wie wurde er gelagert? Wenn er trocken gelagert wurde gibt es meist keine Probleme, aber das macht nicht jeder. Auf jeden Fall Rost aus der Spinne entfernen (also Spinne ab und sauber machen). Lässt sich der neue Motor drehen? Wenn nicht so richtig, hilft ordentlich Sprühöl in die Zündkerzenlöcher zu sprühen und einwirken lassen.

Dann wünsche ich dir schon mal viel Glück und Erfolg bei der Schrauberei :hy:
Mit weichgefederten Grüßen
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon Thomas » Samstag 30. Januar 2010, 23:33

Moin Culrich
son Schiet :|
Ist vielleicht irgend ein Kleinstteil bei der Vergaserwartung in die Ansaugspinne gefallen und hat einen Kolbenschaden produziert ?

Egal wie Viel Glück :hy:
Thomas
 

Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon Ente68 » Samstag 30. Januar 2010, 23:37

Das mit dem Kleinstteil wäre natürlich auch eine Option.
Ventilspiel stimmt? Neu eingestellt? Einstellschrauben wieder richtig angezogen?
Letztendlich wird nur das Zerlegen des Motors klarheit verschaffen. :-(
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon icemann » Sonntag 31. Januar 2010, 13:03

denke ich auch
wenn du urlaub hast, dann zerlege ihn und schleife die ventile ein und schau alles mal nach was so gemacht werden muß. eventuell war ja was bei der vergaser reparatur nicht richtig verstemmt und oder ist in den motor gesaugt worden.

kannst du aber erst rausfinden wenn du ihn mit ruhe zerlegst.

jetzt wechselst du einfach und gut ist es.
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Re: Entenmotor verreckt

Beitragvon culrich » Sonntag 31. Januar 2010, 22:36

So,

neues von der Front. Hab heute den Motor gewechselt und die Kiste sprang nach einigem hin und her dann auch an. Ein paar Minuten Probelauf und dann Filter und Öl raus.

die ganze Aktion hat doch etwas länger gedauert. Dann ist mir noch ein Stehbolzen vom neuen Motor abgerissen und nach zwei Versuchen mit dem Schweißgerät ihn gangbar zu machen hab ich ihn dann doch ausgebohrt und ein neues Gewinde geschnitten. Dann im Schnee mit SommerPneus nach hause und Koffer gepackt.Und dann bin ich die 110km nach DD gezuckelt.Hat gut funktioniert, natürlich nicht Vollgas. Gemächlich mit 90. Etwas müllmich war mir ja schon, Ventile von jemand anderem eingestellt, Zündung nix gemacht, da keine Zeit.

Der Motor läuft anders als mein alter und noch nicht so rund, aber gut. Am WE werd ich mal die Kontakte erneuern und die Zündung vernünftig einstellen.

@ Alle: Der Vergaser war´s definitiv nicht, da er auf dem neuen Motor jetzt auch drauf ist, ohne irgendeine Änderung zu machen. Die weitere Fehlersuche folgt im April, dann ist es hoffentlich wärmer, weil ich hab keine Lust mehr im Schnee zu schrauebn.

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